Projects 
 Benjamin Eggstein 
 About 
UX/UI-Design
2025
eigenes Projekt
 UX Research 
 Figma 
 User Interface Design 
 Design System 
 Journey Maps 
 Prototyping 
 Storyboarding 
 Design Thinking 
 React.js 
Groundfinder - Fussballkultur sichtbar machen

Jedes Wochenende strömen tausende Menschen in Fussballstadien. Für manche ist ein Fussballspiel ein reines Konsumgut, doch für viele ist es weit mehr: Es ist Leidenschaft, Identifikation und kreativer Ausdruck. Fans malen riesige Blockfahnen, organisieren aufwendige Choreografien und studieren Gesänge ein. Im öffentlichen Diskurs geht oft vergessen, dass das Fussballstadion ein Raum für gestalterischen Ausdruck ist, insbesondere für Menschen, die sich abseits davon kaum kreativ betätigen würden. Groundfinder soll eine Plattform bieten, auf der diese oft nur flüchtig sichtbaren Kunstwerke archiviert und zugänglich gemacht werden. So entsteht ein digitaler Raum für diese Form der Fankultur. Darüber hinaus richtet sich Groundfinder an die Subkultur der Groundhopper: Menschen, die sich zum Ziel gesetzt haben, möglichst viele Stadien und Fanszenen weltweit zu erleben. Die Plattform unterstützt sie dabei, ihre Reisen zu planen, Spiele zu entdecken und Erlebnisse zu dokumentieren.

Research

Eigentlich gibt es viele Tools, welche einerseits Groundhopper verwenden, um ihre Touren zu planen, oder wo Stadionerlebnisse und Fankultur dokumentiert werden. Doch sind gerade bei den Tools welche Groundhopper verwenden nicht für das planen von Touren gedacht, sondern für das abfragen von Resultaten und Statistiken. So ist beispielsweise Soccerway eine oft von Groundhopper verwendete Plattform, um Spiele zu finden, da sie eine Tagesübersicht über alle Spiele weltweit bietet. Allerdings muss die Nutzer*in hier die Spielorte manuell bei einem Kartenanbieter abfragen oder ein extrem gutes Geographie-Wissen haben, um kombinierbare Spiele zu finden. Eine weitere Plattform ist Futbology, welche eine Umkreissuche mit Filter bieten, allerdings ist die Bedienung nicht intuitiv und bietet kaum Möglichkeiten, die Spiele zu dokumentieren, abgesehen vom Führen einer Liste besuchter Spiele.

Zielgruppe

Quantitätshopper wollen möglichst viele Spiele besuchen, um ihre persönliche Statistik zu erweitern. Das Zählen der besuchten Spiele steht im Vordergrund, weniger die Fankultur oder Stadionatmosphäre. Oft sind es Geographie- und Statistik-Fans, die gerne Karten und Tabellen erstellen. Qualitätshopper interessieren sich für Fankultur und Stadionstimmung. Ihr Fokus liegt auf dem Erleben von Atmosphäre, Fangesängen und Choreografien. Sie dokumentieren ihre Eindrücke oft in Fotos, Videos oder Texten und legen weniger Wert auf Statistiken oder Geografie. Fankulturinteressierte zählen sich oft nicht zur Groundhopper-Szene und kennen den Begriff nicht. Sie sind meist durch Social Media auf die Fankultur aufmerksam geworden und wollen diese live erleben. Sie begeistern sich besonders für Choreografien, Pyroshows und Gesänge, weniger für Themen wie Stadionverbote, Politik oder Rivalitäten. Auch Stadion-Vlogger gehören dazu, die ihre Erlebnisse online dokumentieren, wobei der visuelle Aspekt der Fankultur im Vordergrund steht.

Design

Die Herausforderung war, ein Designsystem zu entwickeln, welches den vielen verschiedenen Tools wie Spielsuche, Tourenplanung und Spielberichte gerecht wird und dabei nicht zu technisch wirkt. Mittels Blur wird Tiefe hergestellt, welche Orientierung bietet und dabei nicht überladen ist. Da Fussball immer eine persönliche und emotionale Angelegenheit ist, bietet das Designsystem neben Light- und Darkmode auch buntere Themes, Gradients mit Anlehnung an Farben, welche in einem Fussballstadion vorkommen ohne dabei auf offensichtliche Farben zurückzugreifen.

Umsetzung

Ich arbeite momentan an der technischen Umsetzung mit Webtechnologien. Ich verwende dabei React.js, womit wiederverwendbare Komponenten erstellt werden können und eine gute Performance bietet. Im Backend werden Spieldaten aus über 1000 Ligen über eine API abgefragt und in einer mySQL-Datenbank gespeichert, welche dann von der Nutzer*in im Frontend abgefragt und gefiltert werden können. Hier kann ein funktionionaler (Work-in-Progress) Prototyp ausprobiert werden.